Sehenswürdigkeiten in Bremerhaven 
Sehenswürdigkeiten in Bremerhaven

Sehenswürdigkeiten in Bremerhaven


Museum der 50er Jahre

Nostalgie kommt auf im Museum der 50er Jahre in Bremerhaven. Es ist so, als würde man zurückversetzt in die farbenfrohe Zeit von Pettiocoat, Nierentisch und Co. In einer Militärkirche in Bremerhaven-Weddewarden, auf dem einstigen US-Militärgelände „Carl Schurz“, wird eine riesengroße Sammlung von 20.000 Exponaten der Alltagskultur, aus den Jahren 1948 bis 1963 gezeigt, die bundweit einmalig ist. Hier kann der Besucher Wohnkultur, und Lebensart der damaligen Zeit erfahren. Wie hat in den Wirtschaftswunder-Jahren eine typische Wohnung, eine Ladeneinrichtung, Kneipe, Tankstelle oder Arztpraxis ausgesehen? Diese Fragen werden bei einem Rundgang schnell beantwortet. Arbeit und Beruf, Freizeit, Mode, Lifestyle und die gesellschaftliche Entwicklung der 50er Jahre werden, durch die Ausstellungsstücke, authentisch wiedergegeben. Auch der Zeitgeist, der uns heute in vielen alten Filmen immer wieder als bunt, lebendig und aufstrebend gezeigt wird, spielt eine wichtige Rolle. Die amerikanische Kultur schwappte nach Deutschland über, bedeutend geprägt durch die amerikanische Besatzung. Diesen Bezug stellt auch das ehemalige Kasernengelände der Amerikaner, auf dem sich die Kirche mit dem Museum befindet, her. Das Aufbrechen in ein neues, besseres Leben, unter Verdrängung an die Geschehnisse des Nationalsozialismus, wird in dieser Ausstellung deutlich. Bis zur kleinsten Schachtel ist hier alles original. Der Besucher taucht in eine Welt ein, die an Ideenreichtum viel hervorgebracht hat und heute noch Designer und Künstler inspiriert. Bunte Muster, Ohrensessel, Tütenlampen, Rock´n Roll und Pastellfarben - das Auge kann sich satt sehen. Ein umfangreiches Archiv mit Zeitungen, Zeitschriften, Prospekten sowie Tonträgern ergänzen diese Zeitreise. Das Museum bietet ein unverwechselbares Revival der Nostalgie, kombiniert mit Anreizen zum Nachdenken in sozialkritischer Hinsicht.


Klimahaus Bremerhaven ® 8° Ost

Wie der Name schon vermuten läst, beschäftigt sich hier alles mit dem Thema Klima. Auf einer abenteuerlichen Reise, einmal um die ganze Welt, entlang dem 8. Längengrad, werden hier das Klima und die Auswirkungen auf das Leben spürbar. Der Besucher begibt sich in tropisch feuchte Regenwälder, in brütende Hitze oder in arktische Kälte und erfährt, wie die Menschen mit diesen klimatischen Bedingungen umgehen und ihr Leben daran ausgerichtet haben. Dabei werden alle Sinne angesprochen. Besonders die unterschiedlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsgrade werden hautnah empfunden. Frieren bei den Eskimos oder Schwitzen in der trockenen Wüstenhitze. Es geht einmal von Bremerhaven um die klimatische Welt und zurück. Tiere und Pflanzen, die ausschließlich in den unterschiedlichen Klimazonen vorkommen stellen sich vor. Komplexe Zusammenhänge werden durch viele anschauliche Exponate erklärt. Feuer, Erde, Wasser, Luft – die vier Elemente bergen erstaunliche Erkenntnisse und bieten für Groß und Klein viel Wissenswertes. Interaktive Exponate bringen auch Themen wie Klima, Mensch und Erde in einen interessanten Kontext und regen zum Eintauchen in diese spannende Materie ein. Auch der Klimawandel ist ein wichtiges Thema in diesem Haus. So werden die Perspektiven in der Zukunft für den Klimahaushalt unter die Lupe genommen und mögliche Auswirkungen aufgezeigt. Eine umfangreiche Mediathek bietet viel Nahrung für Wissenshungrige.


Phänomenta

Ein Phänomen ist etwas, was uns in Staunen versetzt, von dem wir oftmals gar nicht glauben können, dass es wirklich sein kann. Darin liegt der besondere Reiz. Für alle, die sich in die unglaubliche Welt der Unfassbarkeiten begeben wollen, bietet die Phänomenta, im Schaufenster Fischereihafen, die beste Gelegenheit. Hier können naturwissenschaftliche, technische und kuriose Phänomene aller Art erkundet werden. Dabei ist der Besucher, durch viele Interaktionen, in das Geschehen eingebunden. Probieren geht über Studieren und die Aha-Effekte sind vorprogrammiert. Alle Sinne kommen zum Einsatz und das Empfinden wird gestärkt. Das Spektrum ist unerschöpflich, denn viele Fragen, die häufig Rätsel aufgeben, z.B. über Zeit und Raum, Wasserkraft, Biologie aber auch Alltägliches, werden hier anschaulich erklärt. Das Erlebniszentrum Phänomenta spricht alle Altersklassen, von Kindern über Erwachsene, bin hin zu den Großeltern, an. Alle dürfen mitmachen, forschen und staunen. Highlight ist die Salzhöhle in 5500 Metern Tiefe. Hierher gelangen die Besucher mit einem Spezialfahrstuhl. Viele Sonderaktionen, die sich mit weiteren Außergewöhnlichkeiten beschäftigen, ergänzen die Wissenspalette. Für Kinder gibt es das Mini Phänomenta, das speziell auf den Wissensstand der Kleinen ausgerichtet ist. Auch eine Erfinderschule und zahlreiche weitere Projekte stehen auf der Liste. So wird der Besuch dieser Einrichtung, im wahrsten Sinne des Wortes, phänomenal.


Elvis-Bronze-Tafel

Ja, die Häfen von Bremerhaven haben schon so manchen kommen und gehen sehen. Einer, der wohl berühmtesten Landgänger, war der King of Rock´n Roll, Elvis Presley. An das ehrwürdige Datum, am 01. Oktober 1958, erinnert eine Bronze-Tafel in den Überseehäfen, an der Kaje vor dem Kreuzfahrt-Terminal Bremerhaven. Darauf steht: „Hier ist am 01. Oktober 1958 Elvis Presley, der König of Rock´n Roll an Land gegangen“. Diese Tafel kann allerdings nur per Fernrohr, von der Besuchergalerie des Kreuzfahrt-Terminals aus, gesehen werden, da sie nicht frei zugänglich ist. Während seiner Zeit bei der Armee, führten die Wege des unvergessenen Stars durch viele deutsche Städte. Es ist ein Leichtes sich vorzustellen, wie der Empfang für den Megastar ausgesehen hat. Medienrummel, weibliche Fans in Scharen und Schaulustige waren auch am 01. Oktober 1958 in Bremerhaven zu der Anlegestelle gekommen, um Elvis zu sehen. Daher sollten alle Fans des King wenigstens einmal durch das Fernrohr am Kreuzfahrt-Terminal blicken und sich die Szene der Ankunft ihres Idols vorstellen…


Deutsches Schiffahrtsmuseum

Unverzichtbar für Bremerhaven sind die Schiffahrt und die Seegeschichte. Diesem Aspekt wird mit dem Deutschen Schiffahrtsmuseum Rechnung getragen. Zwischen dem Columbuscenter und der Weserdeichpromenade wartet die Geschichte der Schiffahrt mit Freilichtmuseum und Museumshafen auf und lässt noch einmal die Zeit der großen Ozeanriesen, der Dampf- und Segelschiffe Revue passieren. Im Museumshafen, dem ältesten Hafen in Bremerhaven, können zehn Originalschiffe aus vergangenen Zeiten besichtigt werden. Windjammer, Segelyacht, Polarexpeditionsschiff, Schnellboot oder Haffkahn, diese und andere Oldtimer zeigen die Vielfältigkeit des Einsatzes zu Wasser. Auf dem parkähnlichen Gelände wird schnell deutlich, wie viele Aspekte die Schiffahrt hat. Ob Handel, Lebensunterhalt oder Freizeit und Vergnügen – für jeden Bereich gibt es unterschiedliche Bauweisen und auch diese haben ihre eigene Geschichte. Technik, Ausstattung und die Entwicklung im Laufe der Jahrzehnte werden deutlich. Das Schiffsmuseum zeigt über 500 Modelle, darunter imposante Walfänger und Dreimastschiffe, die für die Auswanderer im 19. Jh. zur Verfügung standen. Doch damit nicht genug. Auch die Polar- und Meersforschung spielt eine große Rolle. Daneben wird der Schiffs- und Bootsbau erläutert. Ob große Meeresriesen, Luxusschiffe, Kajütenboote – das Deutsche Schiffahrtsmuseum hat sie alle versammelt. Eine feine Auswahl in Originalgröße und der Rest in anschaulichen, liebevoll rekonstruierten Modellen, stehen zur Ansicht bereit.


Deutsches Auswandererhaus

Wie war es damals, anno 1900, als Millionen von Menschen aufbrachen und in eine neue Welt auswanderten? Es war ein Weg in die Ungewissheit, der mit dem Kofferpacken begann und mit einer Halle, irgendwo am anderen Ende der Welt, vorerst endete. Werden Sie selbst zum Passagier der großen Auswandererschiffe, die von Bremerhaven aus in See stachen.

Im Deutschen Auswandererhaus ist die Rekonstruktion des Aufbruchs so identisch, dass eine eigene Atmosphäre entsteht. Standort dieses beeindruckenden Museums ist der Neue Hafen, der 1852 eröffnet wurde. Von hier aus verließen mehr als eine Million Menschen die alte Heimat Deutschland, um in Amerika, Australien oder Kanada ein neues Leben zu beginnen.

Der Besucher nimmt zu Beginn seines Rundganges die Identität eines ehemaligen Auswanderers an und kann dann die vielen Stationen anhand beeindruckender Rekonstruktionen selbst erleben. Die Wartehalle und der Ablege-Kai, mit der detailgetreuen, riesigen Bordwand des norddeutschen Schnelldampfers „Lahn“, der seine Reise nach New York antritt, vermitteln hautnah, wie sich Abschied angefühlt hat. Gleichzeitig wird die Spannung auf das Ungewisse präsent. Koffer, Gepäckstücke, Kleidung verraten viel über die Herkunft oder das Ziel der Reise. Weiter geht es auf das rekonstruierte Deck eines Auswandererschiffes. Angekommen am Zielort, war die erste Station ein Einwandererhafen, wo so mancher noch bangen musste, ob er durch die vielen Schleusen passieren und letztlich bleiben darf. War es dann geschafft, so lag das Schicksal in der eigenen Hand. Nach diesem Rundgang, der mehr vermittelt, als nur den historischen Rückblick auf eine spannende Zeit, kann der Besucher im hauseigenen Cinema, im Stil der 20er Jahre noch mehr über die Menschen und ihre Beweggründe erfahren. Mit der globalen Migration in der Gegenwart endet der faszinierende Rundgang. Im Forum Migration besteht die Möglichkeit zur Recherche nach Namen und eigenen Vorfahren.


Zoo am Meer

Der Zoo am Meer bietet, innen wie außen, viel für das Auge. Durch die besonders individuelle Zusammenstellung von geometrischern Bauformen und Glas zieht er den Besucher schon von weitem in seinen Bann. In der Anlage wartet eine Vielzahl von Tieren aus aller Herren Länder darauf, die Gäste zu begrüßen. Pinguine vom Nordpol, das Chamäleon aus Kenia, Feuersalamander oder die Königspython zeigen sich hier den neugierigen Besuchern. Eine große Vielfalt an heimischen und weltweiten Enten erfreut das Auge. Im Nordseeaquarium mit 2500 Litern Füllmenge befinden sich kleine Meereslebewesen, die man bei ihren vielfältigen Aktivitäten beobachten kann. Tiere zu Lande und zu Wasser sind zu bestaunen. Direkt am Meer gelegen, wird der Bezug, mit dem Blick auf die Weser, besonders eindrucksvoll. Große Glasfronten im Inneren lassen auch hier das Gefühl der Weite aufkommen. Seelöwen, Eisbären, Seehunde, immer in ihrer authentischen Umwelt dargestellt, vermitteln dem Besucher das Gefühl, sich tatsächlich in der Heimat der Tiere zu befinden. Die Unterwasserwelt bildet einen weiteren Schwerpunkt der beeindruckenden Zoolandschaft. Beim Durchwandern von Savannenlandschaften, kargen Felsen und eisigen Gebieten wird der Besuch zu einem kleinen Abenteuer. Auch kleine Äffchen fühlen sich hier wohl. Forscherpfade und Spielstationen für die Kleinen runden die vielfältige Erlebnistour im Zoo am Meer ab.


Modellstadt

Bremerhaven en miniature lautet das Motto in der Modellstadt. Seit 2007 haben sich hier viele liebevolle Werke von Modellbauern versammelt, die eindrucksvoll das Leben in der Metropole schildern. Sehenswürdigkeiten, Häuser, Fahrzeuge, darunter auch Oldtimer, sind da zu bestaunen. Auf 613 Quadratmetern erlebt der Besucher einen Rundgang durch eine der schönsten Städte Deutschlands. Ein Schmunzeln kommt über die Lippen, wenn man den originalgetreuen Nachbau des Radarturmes mit Lichtspiel oder aber das detailgetreue Rickmers Tor begutachtet. Schifffahrt und der Seeverkehr kommen natürlich auch nicht zu kurz. Über die Modellstadt kreist ein mit Helium gefülltes Luftschiff, das per Fernsteuerung bedient wird. In der Modellstadt gibt es viele Modelle, die sich per Funk bedienen lassen. Hier sind die Neugierigen herzlich eingeladen auch mal selbst Hand anzulegen und ein Schiffsmodell losdampfen zu lassen. Auch das Herz aller Truckerfreunde wird um etliche Oktaven höher schlagen, wenn sie den großartigen Fuhrpark mit LKWs und Anhängern bedienen dürfen. Kinder haben beim Traktorfahren auf einem eigenen Areal viel Spaß. Rennstrecken und Mini-PKW oder Eisenbahnen, hier kommt jeder auf seine Kosten. Die Modellstadt lädt zu einer Reise vom Großen ins Kleine ein. Dabei werden oft Dinge wahrgenommen, die sonst eher nebensächlich und unbeachtet ablaufen. Der positive Lerneffekt ist also vorprogrammiert. Staunen, Erleben, Mitmachen - heißt das Motto in der Modellstadt. Ständig kommen neue Modellbauten dazu und erweitern die Einrichtung.


Mediterraneo

Ein Einkaufszentrum kann auch eine Sehenswürdigkeit sein. Besonders dann, wenn es sich von anderen, üblichen Zentren besonders abhebt. So wie das 9000 Quadratmeter große Mediterraneo in den Havelwelten Bremerhaven. Ein Tag im Süden, lautet hier das Motto. Und so findet sich der Besucher in einem mediterranen Ambiente mit südländischem Flair wieder. Hier ist zwar Shopping angesagt, aber auch das Auge ist von der architektonischen und gestalterischen Einrichtung des Einkaufszentrums verzückt. Ganz im Stil einer kleinen Stadt im Süden präsentiert sich hier die Einkaufsmeile als „La Strada“ mit gemütlichen, historischen Hausfassaden, die leicht an Venedig erinnern. Da wind das Shoppen zu einem neuartigen Erlebnis. Wie in einer richtigen Stadt, gibt es Marktflair und Kleinkunst mit Gauklern und Sängern. Die Il Piazetti versetzt den Besucher in ein buntes Markttreiben. Um ein wenig auszuspannen, ist die la Piazza der richtige Ort. So heißt der Mittelpunkt der Stadt mit einem anmutigen Brunnen und vielen beschaulichen Plätzen zum Verweilen. Das großzügige Angebot an Geschäften, Gastronomie und Unterhaltung lässt einen Besuch in dieser Einkaufsstadt unvergesslich bleiben.


Historisches Museum

Eine Stadt, wie Bremerhaven hat viel zu erzählen. Genau diesem Anspruch wird das Historische Museum gerecht, denn hier laden sieben Abteilungen, mit allen geschichtlichen Fakten, zu einem ausgiebigen Rundgang ein. Dabei steht Historie in diesem Fall eindeutig für die Exponate und die Geschichten, die dahinter stecken. Denn nicht immer muss ein Museum sich in einem alten Gemäuer befinden. Das Historische Museum der Stadt Bremerhaven ist unter modernden, architektonischen Aspekten gestaltet und verbindet im Inneren den Charme der Vergangenheit mit der Frische und Helligkeit der Gegenwart. Die großzügige Raumgestaltung mit viel Licht lässt ein Wohlfühlklima der besonderen Art entstehen und wurde bereits mehrfach hoch gelobt. Die historische Entwicklung von 1827 bis 1960 in Bremerhaven und Umgebung wird in zwei Abteilungen rekonstruiert. Von den Anfängen der Schiffahrt und des Handels, den sozialen und politischen Strukturen, Kriegs- und Notzeiten, bis zu den Jahren des Wirtschaftswunders, erzählen die Exponate und Belege. Hochseefischerei und Fischwirtschaft bestimmen seit jeher das Bild der Stadt. Von den ersten Dampfmaschinen bis zur Weiterverarbeitung der Fische wird hier alles genau erläutert. Wichtige Einnahmequellen und Arbeitsplätze für die Bevölkerung bieten Werften und der Schiffsbau. Wie sah ein solcher Arbeitsplatz in der früheren Zeit aus? Wie lebten die Werftarbeiter? Diese und weitere Fragen werden mit Unterstützung von interaktiven Medien eingehend beantwortet. Relikte und Fundstücke, von der Frühgeschichte bis in die Neuzeit, werden in der Abteilung „Schätze aus dem Elb-Weser-Dreieck“ gezeigt. Eine begehbare Nachkonstruktion der frühzeitlichen Carlsburg bietet einen besonderen Einblick in die Volkskunde. Münzen, Schmuck, Kleidung und Alltagsgegenstände lassen Rückschlüsse auf das Leben vergangener Tage zu. Kunst darf nicht fehlen. Kunst aus Bremerhaven und für Bremerhaven. Die Gemäldegalerie, im Obergeschoss des Museums, ist mit impressionistischer Kunst aus allen Epochen ausgestattet, die auch eindrucksvoll den jeweiligen Zeitgeist widerspiegelt.


Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche

Eine Seefahrer Kirche darf in Bremerhaven nicht fehlen. Genau das ist die Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche. Der neugotische, rote Backsteinbau zählt zu den höchsten Gebäuden in der Innenstadt. Daher wird die 1855 errichtete Kirche von den Einwohnern auch einfach nur „Große Kirche“ genannt. Um die dreischiffige Hallenkirche mit Apsis und Weststurm auch standsicher zu bauen, wurden 552 Pfähle in den Boden eingelassen. Gotische Spitzbögen an den Seiten und die Veredelung der roten Backsteine mit glasierten Klinkern vervollständigten das Erscheinungsbild. 1855 wurde die Kirche, durch den damaligen Bürgermeister Smidt, eingeweiht. Dies ist eine deutschlandweite Besonderheit, da dieses Gotteshaus als einzige Kirche einem Bürgermeister und dazu noch einem weltlichen gewidmet ist. Zu dieser Zeit war der Bau allerdings noch nicht vollendet. Der 86 Meter hohe Turm mit der abschließenden Kreuzblume wurde erst 1970 fertig gestellt. Im zweiten Weltkrieg brannte das architektonische Kleinod völlig aus. 1960 erfolgte dann eine erneute Einweihung, nach einer langen Wiederaufbauzeit. Aus dem ursprünglichen Bau sind noch die Sandsteinfiguren von Christus, Luther und Zwingli erhalten. Sie befinden sich an der Westseite der Kirche. Lobenswert ist die Tatsache, dass der Bau der ursprünglichen Kirche sowie der Wiederaufbau nach dem Krieg, im Wesentlichen durch die Spendenbereitschaft der Bremerhavener Bürger möglich wurden.


Kunstmuseum

Kunstliebhaber werden im Kunstmuseum Bremerhaven eine Fülle an qualitativer, junger Kunst entdecken, mit einem Reichtum an Werken, deren Sammlungsursprung auf das Jahr 1886 zurückgeht. Da wurde der Kunstverein Bremerhaven gegründet, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, besonders Künstlern aus dem Raum Bremerhaven eine Möglichkeit zur Präsentation zu bieten. Das Kunstmuseum in seinen heutigen Räumen wurde erst 2007 eingeweiht. Bis dato wurden Werke aus der Sammlung in verschiedenen Einrichtungen, als Leihgabe, im Rahmen von Ausstellungen gezeigt. Mit dem Neubau neben der Kunsthalle konnte ein großer Traum verwirklicht werden. Viele berühmte Persönlichkeiten sind aus der Bremerhavener Kunstszene hervorgegangen. Arbeiten von Gerhard Richter, Elvira Bach und Axel Lieber wurden schon frühzeitig in Wechselausstellungen präsentiert und haben heute Weltruf. Darauf ist der Verein besonders stolz. Heute präsentiert sich das Kunstmuseum weiterhin als Stätte der Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Kunstverein und das gegenseitige Engagement wird gefördert. Der Besucher findet auf drei Etagen und 700 qm Ausstellungsfläche die so genannten Künstlerräume, die jeweils einem Künstler zugeordnet sind und seine Werke oder Werkgruppen zeigen. So lassen sich viele, bedeutende Kunstschaffende entdecken, die weit über die Stadt hinaus, einen exzellenten Ruf genießen. Zudem wird ein umfassender Einblick in die Kulturgeschichte Bremerhavens gewährt.


Lale-Andersen-Laterne

Freunde der Kultur, Nostalgie und der guten alten Musik werden bei einem Spaziergang durch Bremerhaven gerne einen Blick auf die Lale-Andersen-Laterne werfen. Ihr Stück: „Lilli Marleen“ aus dem Jahre 1939 ist ein Evergreen, der auch heute noch nichts von seiner einzigartigen Ausstrahlung verloren hat. Wehmut und Hoffnung zugleich, drücken die wenigen Zeilen des Liedes aus. Damals war dieses Stück bei den deutschen, wie den alliierten Soldaten ein Lichtblick in der schweren Zeit. Die in diesem Lied besungene Laterne wurde als Erinnerung, an die aus Lehe stammende Lale Andersen, in der Linzer Straße aufgestellt. Die Bundesmarine restaurierte zu diesem Zweck eigens eine alte Straßenlaterne, die 1981 ihren heutigen Platz erhielt. Sie soll das Lied, die Künstlerin und auch die Zeit, in der ein Stück Sentimentalität Weltruhm erreichte, in den Gedanken halten. Der eher schwedisch anmutende Name Lale Andersen war ein Pseudonym. Geboren wurde die Künstlerin im Jahre 1905 als Liese-Lotte Brungenberg in Bremerhaven-Lehe. Ihr Geburtshaus steht in der Lutherstraße. Noch bevor sie ihre Karriere als Sängerin und Schauspielerin begann, heiratete Lale, im Alter von 17 Jahren, den bekannten Maler Paul Ernst Wilke. Aus dieser Ehe sind drei Kinder hervorgegangen. Lale Andersen war in zweiter Ehe mit dem Schweizer Liedkomponisten Artur Beul verheiratet. Sie lebte in den späteren Lebensjahren auf der Insel Langeoog. Dort wurde sie auch, nach ihrem Tod 1972, beigesetzt.


Aussichtsgalerie Paulus-Kirche

Hoch hinaus auf die Kirchturmspitze und Bremerhaven genießen - so könnte man den Besuch der Paulus Kirche überschreiben. Die 1905 erbaute, neugotische Kirche bietet neben der religiösen Geschichte auch einen wunderbaren Ausblick auf das schöne Bremerhaven. Die Aussichtsplattform ist im Rahmen einer Führung zu entdecken. Dabei erfährt der Besucher schon beim Aufstieg jede Menge über den Kirchenbau und die Geschichte der Paulus-Kirche. Das Gewölbe des Kirchenschiffes oder die Konstruktion der riesigen Turmuhr bieten interessante Einblicke. Allerdings sollte man gut zu Fuß sein, denn es gilt 196 Stufen zu erklimmen, bevor man einen herrlichen Blick auf die Skyline von Bremerhaven werfen kann. Die Zerstörung der Kirche im zweiten Weltkrieg erforderte den Wiederaufbau, bei dem die Innengestaltung verändert wurde. Hell und Licht durchflutet, harmonieren typische, religiöse Glaskunstfenster mit modernen Architekturelementen. Eine Besonderheit ist das Kirchencafé, bei dem man die Eindrücke von der schönen Aussicht verarbeiten kann oder sich eine erholsame Pause vom Treppensteigen gönnt.


Klabautermann-Brunnen

„Wenn Du nicht artig bist, dann holt Dich der Klabautermann“. Diesen Spruch hat sicher schon so manches Kind einmal gehört. Doch was hat es eigentlich auf sich, mit dieser unheimlichen Gestalt. Er gehört zur Seefahrt dazu, wie der Sand ans Meer. Der Klabautermann ist eine Sagenfigur, die als kleiner Kobold von gedrungener Gestalt beschrieben wird. Der Klabautermann soll in Bäumen leben und wenn sein Baum für den Bau eines Schiffsmastes verwendet wurde, so kam der Klabautermann gleich mit auf dieses Schiff. Dort kann er sowohl als Beschützer der Seefahrer, aber auch als Bösewicht fungieren. Das hängt auch viel von der Besatzung ab. Ist der Klabautermann gut gestimmt, dann hilft er wo er kann, putzt, näht und repariert. Doch wehe, wenn er sich ärgert. Dann bewegen sich Gegenstände und fliegen wild durch die Luft. Ebenso gehört zur Sage dazu, dass kurz vor einem Schiffsuntergang der Klabautermann dem Kapitän erscheint und sich verabschiedet. Um diesem kleinen Geist ein Denkmal zu setzen und seiner Gestalt ein Aussehen zu verleihen, wurde der Klabautermann-Brunnen, in der Nähe des Deutschen Schiffahrtsmuseums, errichtet.


Aussichtsplattform SAIL City

Die Bremerhaven-Skyline ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Auf der Aussichtsplattform des 140 Meter hohen Atlantic Hotel Sail City eröffnen sich dem Besucher Panaromablicke vom Feinsten. Von hier aus sind die Havenwelten, der Fischereihafen, die Überseehäfen und die Wesermündung mit Umgebung bestens zu bestaunen. In 86 Meter Höhe, in der 20. und 21. Etage, sollte man schon schwindelfrei sein, um diesen Ausblick zu genießen. Mit einem Fahrstuhl gelangt der Besucher in den 20. Stock. Dann geht es über eine Treppe weiter zur Aussichtsplattform. Aus Sicherheitsgründen ist die Besucherzahl auf 199 beschränkt. Die Durchgangsschleuse schließt bei der erreichten Kapazität automatisch. Für jeden Besuch ist eine Zeit von 30 Minuten vorgesehen, damit auch jeder einmal an die Reihe kommt. Diese Hinweise sollten Gruppen im Vorfeld ihrer Planungen beachten.


Atlanticum

Die Welt unter Wasser erkunden – das ist ein Traum von großen und kleinen Meeresfreunden. Im Atlanticum im Forum Fischbahnhof wird er wahr. Der Rundgang durch das gigantische Meeresaquarium, mit einem Volumen von 150.000 Litern Wasser, bringt die Besucher zum Staunen. Dort tummeln sich zahlreiche Arten von Kaltwasserfischen und Meereslebewesen der Nordsee und dem Atlantik, denen man direkt ins Auge schauen kann. Egal aus welcher Perspektive, von oben oder unten. Es gibt viel zu entdecken. Auch der Eintritt ins das Atlanticum bietet für Neugierige reichlich Wissenswertes. Die Entstehung des Lebens, der Ozeane und der Meere ist immer wieder aufs Neue spannend und birgt erstaunliche Erkenntnisse. Im Spiegelkaleidoskop kann diese Entwicklung nachvollzogen werden. Akustisch untermalt, sind die Arbeiten von Polarforschern und Meeresbiologen aufgezeigt. Das Polarmeer mit Island und Grönland ist durch Leuchtstäbe symbolisiert. Mit Filmen wird die einzigartige Tiervielfalt dieser Meere sowie die Bedeutung des Fischfangs erklärt. Auch der Fischereihafen in Bremerhaven und die Fischverarbeitung gehören zu den großen Themen im Atlanticum. Das originalgetreue Modell der Fischereihafen-Schleuse gilt als besonderes Highlight. Hier kann der Besucher selbst per Funksteuerung ein Schiff „durchschleusen“. Alle Bereiche der Unterwasserwelt sind mit Multimediastationen ausgerüstet, an denen Informationen zu der jeweiligen Thematik abgerufen werden können. Das Gezeitenbecken zeigt die Meeresschwankungen in einem Zeitraum von 12,5 Stunden. Und wer die gewonnenen Eindrücke vertiefen will, der stellt sich, an einem der Computerterminals, sein persönliches Infopakt zusammen.


Simon-Loschen-Leuchtturm

Ein Leuchtturm gehört zur Meereslandschaft dazu. Und wer in Bremerhaven weilt, der kann auch etliche besichtigen. Zu den schönsten seiner Art gehört der Simon-Loschen-Leuchtturm. Als ältester Nordsee-Leuchtturm ist er noch heute in Betreib. Besonders auffällig ist die Architektur. Hier wurde norddeutsche Backsteingotik mit modernen, technischen Anforderungen kombiniert. Und so hebt sich die grüne Kuppel von den kleinen Backsteinklinkern harmonisch ab. Simon-Loschen ist kein unbekannter Baumeister in Bremerhaven gewesen. Er zeichnete schon für den Bau der Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche im Jahre 1855 verantwortlich. Der Leuchtturm, der ebenfalls von ihm entworfen und nach ihm benannt wurde, entstand zwei Jahre zuvor. Wie viele Leuchttürme, ist auch der Simon-Loschen-Turm eine beliebte Location für Heiratswillige.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Bremerhaven

Bundesland:
Bremen

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
2 m ü. NN

Fläche:
93,82 km²

Einwohner:
114.031

Autokennzeichen:
HB

Vorwahl:
0471

Gemeinde-
schlüssel:

04 0 12 000



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